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MIT SILIKON WUNDEN HEILEN

Einen enormen Fortschritt für die Wundheilung bringt jetzt eine neuartige Silikonauflage, unter der ein kaltes Plasma die Mikrozirkulation und Keimreduktion auf der Haut stimuliert. Die di_CAP® nutzende Technologie ist eine Gemeinschaftsentwicklung des Flüssig-Silikon-Spezialisten starlim aus Marchtrenk/AUT mit seinem Kunden CINOGY GmbH aus Duderstadt/D. CINOGY gilt als Erfinder der PlasmaDerm®-Geräte, die mit einem hochfrequent gepulsten Wechselstrom ein elektrisches Feld auf der Haut erzeugen und aufgrund ihres positiven Einflusses auf die Wundheilung bereits im klinischen Alltag Einsatz finden.

Die neue Technologie auf Basis von di_CAP® nutzt eine kleine Silikonplatte, die mit einer Streichholzschachtel-großen Steuereinheit verbunden ist. Diese erzeugt das Plasma durch Ionisation der Luftschicht zwischen Auflage und menschlichem Körper, der gleichzeitig als Gegenpol fungiert. Für diese spezielle Anwendung war es nicht nur erforderlich einen Silikontyp zu wählen der biokompatibel und somit für den direkten Kontakt mit menschlichem Gewebe geeignet und zugelassen ist, die Materiallösung musste zudem gleichermaßen elektrisch leitfähig wie isolierend sein. „Nachdem wir im Rahmen des Projektes gemeinsam mit CINOGY die Anforderungen an das Silikonbauteil definiert haben, haben wir unsere Maschinentechnologie erweitert“, erklärt Roland Schmutzhart, Projektverantwortlicher bei starlim. „Die Silikonauflage stellen wir auf einer neuen Anlage her, die zwei Silikontypen gleichzeitig verarbeiten kann. In diesem Falle handelt es sich um einen isolierenden und einen elektrisch leitfähigen Typ, beide selbstverständlich für medizinische Anwendungen zugelassen.“ Hergestellt wird eine perforierte Silikonauflage mit einer Dicke von 4 mm und einer Größe von 100 cm2. Diese stellt in Kombination mit der von CINOGY entwickelten Plasma-Technologie eine revolutionäre Lösung für all die Patienten dar, die mit chronischen Wunden, wie Dekubiti oder diabetischen Füßen kämpfen. Sie kann aber auch pre-, peri- oder postoperativ zum Einsatz kommen, um eine Chronifizierung zu verhindern und die Liegezeiten der Patienten zu verkürzen. „Wir entwickeln die Technologie konstant weiter und werden mittelfristig sowohl weitere Größen als auch Lösungen für die Veterinärmedizin sowie die Kosmetikbranche anbieten“, betont der CINOGY-Geschäftsführer Dr. Dirk Wandke.

In unabhängigen medizinischen Studien wurde die Wirksamkeit einer Plasma-Behandlung auf die Wundheilung bereits nachgewiesen. Das gewebeverträgliche Plasma mit Gastemperaturen auf Körpertemperatur-Niveau fördert die Mikrozirkulation und regt somit zur Wundheilung an. Gleichzeitig zeigt das sehr gut verträgliche und schmerzfrei arbeitende Verfahren eine keimreduzierende Wirkung, selbst bei Problemkeimen wie MRSA, ohne Resistenzen zu riskieren. Die Silikon-Auflage ist für diese Anwendung ideal geeignet, da sie sterilisierbar ist, nicht an der Haut haftet und zudem, dank eines hochtransparenten Fensters, die Sicht auf die Wunde sowie eine etwaige Naht erlaubt. Die Gemeinschaftsentwicklung stellt die enorme Innovationskraft beider Unternehmen eindrucksvoll unter Beweis.

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